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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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I. Zur römischen Literatur.

hören! Das alles wird der poetische Jüngling sagen,das alles erst, seit du das Steinchen sähest? Sohatte der virgilianische Neptun vorher nicht Leben undSeele? So ging bei dir die homerische Erzählungnicht in Handlung über? Du sähest sie nicht selbst?du wohntest nicht den Auftritten bei? du warst nichtin Troja? im griechischen Lager? kanntest die grie-chischen Helden nicht blos von Angesichte? sondernvon Seele, vo:. Seele? sähest sie sprechen, affektvollsprechen, handeln , wüthcn das alles sakestdu lesend nicht? Nur vom Steine bekämest du Ein-druck? O du hattest Homer nicht lesen sollen! beimir lebte, da ich las Doch warum wollen wirden poetischen Jüngling weiter reden lassen? Beiwem wird denn die Schilderung Homers in allenStellungen, Empfindungen, Reden, Handlungen imfortgchcnden Strome des Epos, denn mit den ein-zelnen Bilderchen, die uns ein Abdruck gewahrt,eincrley Wirkung thun? auch nur zu vergleichen seyn?Und die ganze poetische Energie Homers?

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Nochmals gesagt: man müsse auch in Poetenden Gebrauch, wie aller, so auch der Kunstbelcsen-heit sehr loben, wo er zu rechter Zeit kommt: aberdaß eine Jliade in Steinen mehr, als die in Versen,des poetischen Anblicks fähig, mehr als jene zurBildung eines Poeten, oder auch nur zur poetischenIllusion mit jener gleich energisch sey, das wollemich niemand bereden. Kunst gewährt Kunstanblick;

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