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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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127
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I. Zur römischen Literatur. »27

bei solchen Eommentarien und Erläuterungen erreichtwerde: ey der erste feurige schnelle Anblick, der dabildet? ey das poetische Auge, das mit einem Adlers-blicke auss Ganze, und vom Ganzen aufThcile hin-laust? ey der edle unnennbare Sinn, der allen frem-den Plunder wegwirst, und hinzueilet, das nackreganze Bild vom Geist eines Autors zu umarmen,zu lieben, anzubeten? Ey der ? -

Er höre den süßlallenden Autor: *)wenn maneinem jungen Menschen, dem die Natur eine feineSeele und ein empfindliches Herz gegeben, dieseSteine zeigt, erklärt, und sie mit den homerischenVersen vergleicht, welche Früchte kann man sichnicht von einem solchen Unterrichte versprechen!Die Erzählung geht selbst in Handlung über: wirglauben nicht mehr die Geschichte zu lesen, wir se-hen sie selbst mit an: wir wohnen den Auftrittenbei: in der Einbildungskraft versetzen wir uns nachTroja, in das griechische Lager, und schauen dieunsterblichen Helden von Angesicht. Auf diese Actfühlen wir das Nachdrückliche, das Erhabne, dasSchöne der alten Dichter doppelt, und ein zartesGemüth nimmt ci/.en Eindruck an, den cs bestän-dig behalt, und der sich in den edelsten Wirkungenäußert. Seitdem ich den Neptun gesehen, wie ihndie göttliche Kunst eines alten Steinschneiders ab-gebildet, hat der virgilianische Neptun in meinerEinbildung Leben und Seele bekommen. VierPferde"-- 0 wer rann den süßen Ton weiter

*) lieber die geschnittenen Steine.