I. Zur römischen Literatur. rr>3
der gelehrte Geßner: *) „Seit dem die aus den„Quellen selbst geschöpfte Gelehrsamkeit abzunehmen„ansing; die seltner wurden, die jede Gattung alter„Schriftsteller selbst nachschlagen; noch aber solche„übrig waren, die etwa Einen derselben kennen und„verstehen mochten: seit dem entstand das Ausleger-Geschlecht, das aller Orten her, aus Gcdachtniß-„und Denkmalen zusammenschleppte, was nur etwa„zur Erläuterung desselben dienen könnte; so dass die,„denen der übrige Vorrats, von Gelehrsamkeit fehlte,„die sich nicht alles selbst verschaffen konnten, was„zur Erklärung seines Sinnes gehörte, durch die Ar-
„beit andrer unterstützt, nichts imffen dürften.-
„Bei Wiederauflebung der Wissenschaften fanden sich„Gelehrte, die durch weitlauftige, und nach dem Ge-„schmacke der damaligen Zeit, weit und breit belesene„Vorlesungen die alten Schriftsteller erklärten. Des„lVlsncnnelli, I^omiponii, Lsrouläi, Oaläsrini,„^scensii Vorlesungen wurden mit großem Fleiße„gehöret, und noch jetzt füllen ihre Bande ganze„Bibliotheken. Vor andern ist hier die Mühsamkeit„des Mc. ksrotii bekannt, der, um Ein Buch„Martials zu erkläre», ganze Schatze lateinischer„Sprache und Gelehrsamkeit ausschstttete, und ein„Oornn copiae gab, aus dem fast alles gesammelt„werden kann, was man jetzt aus Wörterbüchern„sammlet, und aus dem sich auch die Wörterbücher
„sehr bereichert.-Nachher gab Salmasius uns
„sein ungeheures Werk über den Solinus; indem er„aber weder mit Gelehrsamkeit, noch Digressionen
st ikraek. in I,iv»