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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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122 I. Zur römischen Literatur.

Nachsehen, wie denn dieser und jener alte Künstlerdas Figürchen gebildet: binderndes Saumniß! eshalt den Dichter auf, und zerstückt ihn mit seinenErläuterungen; oder dieser gewaltige Lauser reißtsich los, und eilt zu seinem Ziele unaufhaltsam:der Gcmmcnzählcr aber da liegt er langelang aufdem Rücken!

Insonderheit bitte ich für den poetischen Jüng-ling im erste» feurigen Lesen eines Dichters daß manihn doch da nicht mit schönen Münzerlauterungenund Gcmmcneinsichtcn in dem poetischen Laufe seinerEinbildungskraft störe! daß man ihn doch nicht je-den Augenblick zurückhalle, um doch ein Steinchcn zubemerken, und ihn vom süßen fortwallenden Traumeseiner Lieblingsidee zu wecken, und die unaufhaltsameErgießung seiner Seele augenblicklich zu verstopfen.Ich mag nicht Caylus in der Hand haben, wennich Homer lese, und noch weniger wünsche ich, ihnzur Hand gehabt zu haben, da ich ibn das erstemallas. Hr. Kl. *) freue sich in der Idee, wie schönsich Virgil mit allen Erläuterungen aus geschnittenenSteinen müsse lesen lassen: ich will ihn mir nichtso vorlesen lassen. Isis den» nicht einmal Zeit,Gelehrsamkeit, Belesenheit und Kunstgeschmack schä-tzen, und doch die Schranken ihres Gebrauchs be-stimmen zu dürfen?

Damit der nicht ein Barbar heiße, der so etwassagen darf: so rede der Quintilian Deutschlands,

) lieber den Gebrauch der geschnittenen Steine hin