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I. Zur römischen Literatur.
Himmelsstrichs, ihres Bodens, und man hat ihremPlatz, idre Natur, ihre beste Schönheit genommen.Jede Gattung der Poesie, jeder eigenthümliche Zweckgiebt auch dem Bilde Geist und Leben, nicht blosColorit und Gewand: man reiße es aus seinem Orte,aus seiner Verbindung, aus seiner Localwirkung undes ist ein Schatten. Immer ists ein Verderb derDichtkunst gewesen, aus Hr Anthologien zu samm-len, und fast immer ein kalter Gebrauch des Dich-ters, ihm einzelne Federn zu entrupfen, sie mit an-dern zusammen zu legen: da wird, nach der altenFabel, die weisseste Schwanfeder von der struppigtenAdlersfcder verzehrt. — Solche Bilderchen an sichsind Spielwerk: so hinter einander gestellt, wer magsie lesen ? Er ist auch sehr unsicher. Der epischeDichter giebt seinem Gedanken ein episches, der ly-rische ein lyrisches, der dramatische ein dramatischesGewand: jede Zeit, jede Sprache, jeder Zweck giebtdem Bilde wieder seine eigne Farbe. Nun flicke einbelesener Mann von Geschmacke eine Reihe solcherBilder ohne Absicht und Zweck an einander — einBcttlerxock! ein Harlekinsputz! Er ist auch seltenweder erläuternd, noch poetisch. Ich könnte Beispielegeben, wie weit man uns mit solchem Geschmackewegerlautern, und vom Tone des Poeten fortleitenkönne. Man wird nie das Ganze eines Dichters,eines Gedichts recht innig fühlen, recht mit seinerSeele verfo'gcn, wenn man an Stellen klebt. Mit-ten im Sonnenlichte wird man blind, wenn manmit einer Menge Lichter, Lampen, Fackeln, Kerzenkommt, unter dem Vorwände, daß eine Reih? sol-cher Blendwerke hinter einander doch recht schön lasse.