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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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119
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I. Zur römischen Literatur.

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Enjambements recht handwerksmäßig geformet undgegossen: seit dem ist wenig Neues im Geiste hoherOden erschienen. Glückliche Theorie von der hohenKühnheit eines Dichters, die uns das eigne Gefühlsolcher Dichlerkühnhcit cinschlafert.

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Der zweite Abweg, Horaz zu lesen, ist,wenn sic Hauptgeschmack wird, die Parallelen-machere» Eine solche Arbeit ist bei einermäßigen Belesenheit, oder einem mäßigen Gebrauchevon Registern, Anthologien, sslorilsAÜs, und wiedie Sammelplätze mehr beißen, ziemlich leicht: sie

kann auch bei Anfängern, oder bei dunkeln, ver-deckten Stellen manchmal nutzbar seyn; im Ganzenist sie verderblich. Schade um die Schönheit, dieich erst aus hundert Vergleichungen schön finden soll:Schade um die Schöne, die mich erst durch ihrenNamen reizet, die mir nur dann gefallet, wenn sieneben andern stehet. Der Anblick, das innereschnelle Gefühl eines poetischen Bildes muß daSHerz entwenden: wer bloß durch Vergleichungen,

durch Parallelen Empfindung bekommt, dem schadetsnicht, wenn ec keine habe.

Das schönste Bild eines Autors muß mit denWorten, an der Stelle, das schönste seyn, da erssaget, da es steket: eine Blume, die in ihrem Erd-reiche die natürlichste, die schönste ist. Man wurzlesie aus, man verpflanze sie unter zehn andre Gat-tungen ihres Geschlechts, aber nicht ihrer Art, ihres