I. Zur römischen Literatur.
wer mag mit dem weiter über eine Digression strei-ten ? einzelne Epcmpel untersuchen?
III. Laltirs in siirinine ab alia rs in aliarn.Der Ton der ganzen siebenten Ode wird zerstört,wenn man sie in der Paraphrase des Verfassers lie-fet. *) Wie? Horaz wollte es dem Plancus vor-raikonniren, daß zuverlaßig Rhodos, Mitplene, Eo-rinth, und eine ganze Geographie schöner Gegenden,nicht so viel Reize habe, als die tiburtinische Villa,des Plancus: das wollte mein laßiger horaz be-haupten wollen? Nichts minder! er läßt jedem Orteseine Vorzüge: er laßt jeden, was er will, loben:„mir gefallt meine Villa, und auch Du sey in dei-,,nem Tibur vergnügt: es wird schon alles gehen:
„alles Schlimme schon mit der Zeit besser werden."Ich sehe hier keinen poetischen Sprung, keine Sta-pelqerechtigkeit der Ode; es ist ein politischer Ueber-gang, die artige Wendung eines Hofmannes, dersich nach seinen Zeiten richtet — Wer wollte darauseinen louus oorriinrrrii'z der Odenkühnheit machen?
Weiter hin will ich nicht nachsuchen. Ich sageüberhaupt, daß ich mir meinen Horaz selbst in sei-ner lyrischen Kübuheit nicht nach solchen Allgemein-fächern will zerhacken lassen, so sehr sie unter unsMode geworden. Seit dem wir in Deutschland diesekünstliche Odenform mit ibrcm abgcbrochnen Anfänge,und ihrer schönen Digression, und ihrem künstlichenSprunge, und ikrcr künstlichen Unordnung, undihren schönen Strophen-Uebergängen, und artigen