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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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, >^ I. Zur römischen Literatur.

rnaAiiituclins excitatus a Haccsio aUripi vieleten-,so ist die Harmonie der ganzen Ode zerstört. Wel-cher Zusammenhang, die Thateu Augustus bewun-dernd überdenken, und vom Bacchus fortgerissenwerden? Nüchterne Trunkenheit! Unhorazischer Ho-raz! Nein! mein Römer berauscht sich nicht gesetz-mäßig , um Augustus zu singen: er singt August,weil ihn Bacchus treibt, weil er sich begeistert fühlt.Das Lob des Kaisers verliert alles, wenn es einstudirteS Lob ist: cs ist also nur ein hinqeworfener,mitten in der Begeisterung gefühlter Gedanke, undHoraz folgt seinem Bacchus weiter, ohne an Augustzu denken.

Jeder unvermuthete Anfang scheint abgebrochen-so bald aber der abgebrochne Anfang merkbar wird,und den Ton der ganzen Ode überschrcyet: so ist erkeine Schönheit mehr, er ist ein Fehler der Ode.Er frappirt nicht mehr angenehm, sondern er be-stürmt unser Ohr entsetzlich. So sind die neuernHorazianer oftmals; sie fangen an, als wollten siemit ihrer Ode den Ochmp bestürmen, und siche da;sie liegen im Sande. Zevs nics't, es blitzt!sing jener an, und ich wünsche ihm, sich aus-zuniesen.

Kein Anfang also kann ohne den Ton des Gan-zen in Betracht kommen: kein abgerißner Anfangan sich ist ein Zeichen der Kühnheit, wenn er nichtverfolgt, wenn er nicht ausgefübrt wird. Und einedurchhin ausgeführte Abgebrochenhcit der Gedankenhat Horaz nur bei wenigen Oden: etwa, wo eineDichtung, ein Gesicht, (II. 19. Lzgocl, 7. ) einschneller Vorfall, eine auffodernde Stimme dazu