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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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I. Zur römischen Literatur. ir3

denn die Manier Horaz. Und ich kenne keine Ma-nier, in der Hora; mehr zerrissen, und seichter nach-geahmt werden könnte; als diese.

r. Abrupter oarmiirurn irnrig,. Nur vonwenigen horazischen Oden kann man eigentlich dieseplötzliche Abgebrochenheit des Anfanges sagen, undbei jeder, wo sie sich findet, hat sie eine Art vonBesonderheit in ihrer Ursache. Das so oft miß-brauchte: guo m«, Laoclrs razüs? ist kein allge-meines Gesetz, es ist ein einzelnes, und darf ichsagen, sonderbares Beispiel. Der Poet dichtet dieganze Ode durch eine förmliche Trunkenheit: volsseines Bacchus in Höhlen und Wälder getrieben,weiß er selbst nicht, wie ihm geschieht: sein Geistschwebt umber, oder vielmehr wird hinweggerissen,nichts Großes, nichts Sterbliches zu singen und ersinget August. Schöne LobeSeinkleidung, wie Platoseinen Sokrates vom trunkenen Alcibiadcs loben laßt:so kann hier der trunkene Flaccus dithyrambisiren;es stimmt mit dem ganzen Tone der Ode. In Ab-sicht auf diesen ist der Anfang nicht abgebrochen,weil alles in der Ode abgebrochen, hingeworfen,trunken ist: ja, die ganze Ode, kur; und bündig,ist ein abgebrochenes Stück eines poetischen suHop-«-««<7^8 Nun komme ein nüchterner Klassifikatorund mache ihn folgendergestalt zum locus commu-nis: *) i?ootu aclmirstus sArs^ia kactu Ku^-usli,kttczuo zglsuus siac ooZitutione, K,ugustiizus

x. Gr.

Herders Werke. Lit. u. Kunst. XI. H Köm. Isit.