I. Zur römischen Literatur. irig
als jeder aber werden muß, wenn man ein launi-sches Stück von ihm ernsthaft umschrauben will. —Da hcißts:
Ein Thor sagt lächerlich, was Cato weislich sprach.
Der arme Horaz! seine erste Ode bildet alsdennwohl kaum das Tr^o-rwA-oo was Pindar
zur Ehrenpforte eines lyrischen Gebäudes wollte.
Noch ein Wort über die erste Ode, denn werwird nicht von Horaz wenigstens die erste Ode innehaben? Hr. Äl. referirt*) das ckinrovess sechs Verserückwärts, bis auf burnc et illnin; oder umgekehrtdas Irune st illurrr auf eliiriovoas ; allein die Re-lation dünkt mich dem Baue des borazischen Perio-den in diesem Sylbenmaaße entgegen; sic macht denFlug des Choriamben matt. Man erinnere sich desBildes, daß das stolzhörende klopstocksche Ohr **) vondieser Art choriambischer Ode hinwirst: „mitten im„Fluge schwebt sie, und setzt alsdenn mit einmal„wieder den Flug fort." Nun fliege man einmalauf den Fittigen dieser Ode; man fühle, wie Horazdie Absätze seiner Materie und seiner Perioden sorecht in den Sylbenklang einfüge: wie beinahe jedesWort, und jeder Gedanke von seiner Stelle Stärkeempfange: wie in jedem Verse Anfang, Cäsur undEnde auch den Sinn jedesmal unterscheide, aufhalte,
*) p. 6a. 63.
**) Von Rachahm. der griech. Sylbenmaaße. Mes-sias. B. a.