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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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107
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I. Zur römisch.n Literatur. >»7

scher Sprüche, annimmt, ilnn recht gelehrt aufchorcht,und, was er noch nicht gelehrt gnug gesagt, nochgelehrt, r umschr.ibet.

Vielleicht, daß man sich in der muntern Gesell-schaft Maccnas über den poetischen Paroxismus, übersein Gefühl für eine Dichterstunde, ülur seine Liebezur Einsamkeit, und poetischen Stille, über seineBegierde nach Dichterlobe, kurz! über sein poetischesTemperament lustig gemacht; und da rächet sich Ho-raz. Er bringt seinem lieben Mäcrnas ein Gedicht-chen, das ganz unschuldig und ehrbar anfangt: frei-lich sind Leute, die anders denken: der so, und je-ner so; der liebt diese: und der jene Thorhcit; et-was Schwache muß man ja jedem Liebhaber seinerSache v.rzeihen: warum mir nicht das BischenThvrheit bei der meinigen? So launigt aber, mitso halblachelndcm Ernste, so unwichtig wichtig in derCharakteristik jeder einzelnen Neigung, und seineseignen Temperaments, das eben diese Miene, ja derTon des ganzen Stücks wird. Wie würde sich nunder urbane Römer freuen, wenn er ein schalkhaftesSelbstlob so ciceronianisch commentirt läse: 8i tuuna,inguit, äocts iVlaecsnss, jucliciurn accesscrit,si tibi placusrint currninu rneu, tu gue irre inl^ricorurn, guos Orseciu uckrnirsta sst, nurns-rurn retulsris, turn rnifti k>sutis8iinus visteftor,turn nilril Aloriarn, sei iuuäsrn, ucl kslivitu-tsrn rneain sckcki poterit: guenasstrnockuni särnilisenüu sticitur: coefteur e7rKrto attrnAees. Vistsäs korrnula in ostserv. lVIuras-

urn o. r» x. 2o3. etc. Wenn er sich so ehrbar