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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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I. Zur römischen Literatur. ic5

aber die Empfindung in den Verstand gleichsam über-geht, wo es aus ein reifes selbstgebildetes Urthcil überein Ganzes, kurz! wo es auf Grundsätze ankommt,da kenne ich wenige, die sich im Urthcile so untreu

werden.könnten, als Er sich selbst.-Doch ich

will ohne vorgefaßte Meynung zu seinem Evmmen-tar: wie schwer wirds, in diesem Staube Gold zusuchen.

D. i. Or?. i. Ich beklage, daß Hr. Kl.uns mit seiner gelehrten Erläuterung ganz aus demTone, der im Ganzen der Ode herrscht, wegcrlautcrt:uns mit seinen furchtbaren Eitationen den ganzenSinn des Liedes, die ganze schöne Stimmung derSeele, in der Horaz sang, wegcommcntirt undwer könnte gefährlicher commcntircn? Baxter hatdiesmal den Hauptton der Ode mit seiner Überschriftsehr gut ausgedrückt: Horatius ratetur, sc cumcactcris mortalikus r'/r5errrr>e. Ec zählt nämlichseinem Macen die ganze Mannigfaltigkeit Vermensch-lichen Bestrebungen her: daß freilich jeder seine Nei-gung habe; daß es aber keiner an ihrer kleinen Do-sis von Thorheit fehle. Der sammlet sich olymvi-schcn Staub; dem ists fein höchster Wunsch, einZiel umzufahccn; den macht ein Palmenzwcig selig,wie die olympischen Götter: groß, wie die Herrender Erde. Dieser, wenn ihm der wandelbare Pöbelein Paar, ein Drei Ehrenstellen zuerkcnnet; jener,daß, was in Lydien gcerndtet wird, eben in seiner,und in keines andern Menschen Scheine liege u. sw., kurz! jeder hat seinen Kopf, uud der ist ibm seinGlncksgott, warum sollte ich nicht den meinen ha-ben? Der kann eines wilden Schweins wegen Nach-