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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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96 I. Zur römischen Literatur.

wie manche andre sagten ein Gleiches. Hora;Geist und Gemüth lebte gleichsam fort in diesenMännern; vielleicht hat sich kein Dichter lieblicherund öfter als Er metempsychosiret. Lies Hage-dorns Stück, das Hora; Namen führet, undlerne es. Voll der Gesinnungen des Hora;, vollseiner Seele ist es zugleich ein Monument der in-nigsten Dankbarkeit seines Jüngers und Freundes-Dein weiser Rath, redet Hagedorn den Dich-ter an:

Dein weiser Rath lehrt Vorurtheile heilen,

Erhellt den Geist und macht das Herz gelassen.Zufriedenheit besänftige unfern Muth,

Und sie allein nennt jede Fügung gut.

Selbst im Pallast, wie in beschilften Häusern,Ist keine Zeit ihr gülden oder eisern.

Das, was uns mehr als aller Beifall ehrt,Mein Freund Horaz, ist unser eigner Werth.

Mit eignem Werth, als einem Schlrm umgeben,Heißt jeder Tag Dich sonder Aufschub leben.

Wenn werd' ich einst in unbelauschter Ruh,Nicht so berühmt; nur so vergnügt wie Du? **)

*) Ille pnlens z»i

l-netus^us llexsi, sni lisei in (lisrnOixisss: ll>. III. Luriri. XXIX, 41.

-lVIen

Virtnte ms invslvo, prnlmmgnskanpertaiem sine äote ^uaero. v. 54.

") Hagedorns moralische Gedichte. Horaz. S. 12h,

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