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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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l/ Zur römischen Literatur.

Virgil; der Inhalt dieses Gesanges bindet drey edleSeelen, deren Eine den andern entrückt ist. Sowenn er den Tibull und andre tröstet:s) dennTrösten, den Much Erheben, gcbükrt dem Freunde.Ein Thcil derer, an die er seine Oden richtet, sindberühmte Namen; der Wcltkenntniß und dem Cha-rakter Hora; dürfen wirs Zutrauen, daß der Inhaltjedes Stücks, das er ihnen wcibte, ihnen angemes-sen war; so durchwandeln wir in ihm eine schöneGallerie von Helden - und Freundenamen. Die Ode,da Hora; sich der Wiederkunft des Nuinida freu-et, d) die, da ek sich mit seinem Jugendfreunde inTarent dereinst zu leben und zu sterben wünschet,a)(ein süßer Hauch herzlicher Kindhcits - Wünsche!)die an seinen ehemaligen Mitkricger, Pompejus Ba-kus, cl) die an Censorinns, Je eins, Lol li-tt s u. f. sind Denkgebilde des horazischen Lebens;auch dadurch merkwürdig, daß sich in den letztenNüchern die Zahl der Freunde vermindert; demDichter bleiben blos hohe Gegenstände, Pa-tronen. Die Zeit der Jugendfreundschaft ist vor-über.

Aber auch das Verhaltniß des Dichters zu die-sen Patronen ist wahrlich nicht ohne Grazie. Soviele sich des Namens der Maccnaten angemaßt ha-ben, so wird mit Horaz der Name MacenaSimmer ein einzelner Name bleiben. Horaz näm-lich machte den Namen berühmt, und zwar mit ei-ner Fülle abwechselnder kleiner Lebensumstande, ohne

s) 7, ZZ. k) I, 36. o) 77, 6 . ä) 77, 7 .