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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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I. Zur römischen Literatur.

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Vierter Brief.

Gefälligkeit, Liebe und Freundschaftsind die HuldinNen des Lebens; wie treu Hora; derletzten ergeben gewesen, zeigen niedrere Oden dessel-ben , die Weihgescbenke auf den Altarder Freundscbaft genannt zu werden "erdienen.Da dies holde Band edler Seelen sich ab.r nicht mitWorten ausfpricht und An lalle es all in sind, dieden männlichen, wabren Freund zeigen: so bat Ho-ra; auch dies Kennzeichen nicht versäumet Erschweigt B. von Birgi>, bis er dort, das die-ser auf dem Meere scbwebe; da fleht er für il-n dieEvvria, die brüderlichen Geststne, den Vater derWinde an, daß sie ihm ,,die Halste feiner Seele"erhalten mögen.*) Dies Eine Wort ist ibm genug;weiter ergießet er sich nicht weder in Wünsche, nochin ein Lob des Freundes, das zwischen Männernsolcher Art nicht statt find.t. Nur Unverständige ba-den es ihm übel auslcgen können, daß er weiterhin,wie sie meyNcn, von andern Dingen rede. Von frem-den Dingen redet er nicht; und wenn er gegen denErfinder der Schifffahrt so hart spricht, so enthülleter eben damit seine für das Leben des Freundesfürchtende, zart erregte Seele. Wenn er in demTrauerliede, das wohl seinesgleichen unter allen Na-tionen suchen dürfte, über den Too des Quintfiius,**)einen Freund sucht, an dessen Brust er klage, so ists

§ 2

*) I. 5-

**) I. -!l.