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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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66 I. Zur römischen Literatur.

Sparend sonst, dem Erworbenen wachsam, weitetejetzt sie

Ihrem Gaste die enge Brust. Was erzähl' ichlange?

Nichts verschonte sie; nicht aufbewahrete Kichern,

Länglichen Hafer nicht; sie trug mit eigenemMunde

Dürre Wurzeln und halbbcnagete Stückchen Speckher,

Wünschend den Ueberdruß der Freundin, die, wiemit stolzem

Zahne die Speisen einzeln berübrete, durch die Ver»ändrung

Ihres Mahls zu bezwingen; indeß auf heurigesStroh sie

Hingestceckt sich mit Spelz und Trespe bcgnügcte,lassend

Jede bessere Speise dem Gast, der am Ende dannso sprach:

Freundin, gefällst dir ein so hartes Leben amsteilen

Waldesrücken? Geliebt es dir nicht, der wilden Be-hausung

Vorzuziehen die Stadt und Menschen? Traue dichMir an,

Auf! und mache den Weg mit mir. Ein Erde-geschöpf ist

Sterblich; groß oder klein, nicht Eins entkommetdem Tode,

Drum, meine Gute, so leb', als lange zu lebenvergönnt ist,

Du dem Vergnügen, gedenk des Daseyns Kürze."