I. Zur römischen Literatur. 67
Der Anspruch
Regte die Landbcwohnerin, leicht entsprang sie demHause.
Beide machen den Weg und hoffen sehnend, zuNacht sich
Unter der Mauer der Stadt hineinzuschlcichcn.
Es war schon
Mitte der Nacht, als beide den Fuß in die stattli-che Wohnung
Setzten, wo Purpurdecken auf Elfcnbeincncn Lagern
Glänzten, vom großen Mahl noch übrig viele Ge-richte ,
Die, in Körbe gethürmt, da standen vom gestrigenAbend.
Als der ländliche Gast auf Purpur Stellegenommen,
Lief, wie ein aufgcschürzeter Wirth, der rüstige Gast-freund
Hin und hier. Das erncuete Mahl beginnet, ecselbst thut
Aufwartdienste dem Fremden, bekostcnd was er nurausträgt.
Dieser, erfreuend sich des neuen Glückes des Wohl-styns,
Macht den fröhlichen Gast; als plötzlich jetzt einGeraffel
Aller Thürcn sie beide vom Lager wirst. Sie er-greifen
Schnell die Flucht durchs weite Gemach und zitternentseelt gar,