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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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I. Zur römischen Literatur.

O ihr Nacht' und Mahle der Götter! wenn ichund die Meinen

Vor meinem eigenen Hausgvtt speisen, dem mun-tern Gesinde

Ich verkoste; sic essen vergnügt. Wie jedem dieLust kommt,

Leeret der Tischgenoß ungleiche Becher, von allen

Tollen Gesetzen frei. Der nehme große, der andre

Kleinere Trinkpokale; nur wecd' er fröhlicher. So-dann

Wird ein Gespräch, zwar nicht von fremden Dillenund Höfen,

Noch: ob Lepos schlecht oder gar nicht tanze? DieRede

Gilt, was Uns betrifft, was nicht zu wissen Ver-derb ist,

Ob durch Reichthum etwa der Mensch, oder etwain Tugend

Glücklich werde? Was uns zur Freundschaft ziehe?der Nutze

Oder Rechtschaffenheit? was Gut und das edelsteGut fey?

Nachbar Eervius plaudert indeß, wie die Red' c-darbeut,

Fabelchen. Lobt Jemand zum Exempel ArelliuSschnöden

Reichthum; (er wußts nicht besser) so fangt dannEervius gleich an:

Ein Feldmäuschcn empfing als Gast einmaleine Sladtmaus,

Ihre alte Freundin, im armen kleinen Gemache.Herders Werke z. sch. Sit.«. Kukst. XI. E Köm. L-».