I. Zur römischen ?iteratur. 5g
Ins Verborgene zog, so pflegten beide mit ihmdann,
Abgelegen den Purpur, zu schwatzen, «munter zuscherzen,
Dis das Gemüfi am Feuer gekocht war.
Steh' ich gleich hinter
Jenein Lucilius weit an Witz und Stande; mitGroßen
Auch gelebt zu haben, das muß unwillig der Neidmir
Selbst gestehen, und beißt er mich an als brüchig,cs scll sein
Zahn gesund mich fühlen und vest. —
Bist etwa, gelehrter,
Weiser Trcbatius, Du von andrer Mcynung?
Trebatius.
Ich finde
Nichts dagegen; nur sey verwarnt und halt' aufder Hut dich,
Daß du aus stnkund' heilacr Gesetze dir Händelnicht zuziebst.
Also spricht das Gesetz: „wenn Jemand böse Ge-dichte
Macht auf Jemand, der stehet dem Recht l"Hora;.
Ah , b ö se Ge d ic h t e! *)
Aber wer gute macht, dse auch der richtendeCäsar
*) Horaz hilft sich mit einem Spaß aus. lVlsla car-miiis heißen im Gesetz ehrenrührige oder schäd-liche Gedichte, Pasquille, Jncautationen, er