I. Zur römischen Literatur. 4g
Schwitzend berühre. So lef ich auch nichts vor; 'selber den Fieundcn,
Als gezwungen; nicht allenthalben; nicht jedem, dermithorchc.
Viele, weiß ich, lesen auf'offenem Markt; in demBade
Selber; es hallt im Gewölbe der Laut so prächtigund hell nach,
Leere Köpfe freuet so was, die nie es bekümmert,
Ll> sie zur Unzeit dies, und jenes gar ohne Sinnthun.
„Aber du freuest dich doch am Beleidigen.
Uebest mit Fleiß ",
Boshaft."
Wer? wer sagte dir, was so kühn du miranwirsst?
Einer etwa vo» oenen, mit welchen ich lebete?Wahrlich l
Wer den abwesenden Freund ansticht; wer (schiltihn ein andrer)
Ihn nicht vertheidiqet, wer ein ausgelassenes Lachen
Zu erregen, ein Spaßer zu heißen, Ruhmsbcgiertragt,
Wer, was er nicht sah, dichten, und was ihm hei-lig vertraut ward,
Doch verschweigen nicht kann, Der ist von schwa r-zem Gemüthe.
Faeht ihn, Römer!
Herders Wcrke z. sch, Lit.u. Kunst. Xl. D Nöm. I4r.