44 I. Zur römischen Literatur.
Die Geschichte der alten Satyre.
Horaz vierter Sermon des ersten Buehs*).
Eupolis und Erat inus und Aristo-pHan es andre
Tapfre Dichter noch der alten Komödie, Haltens
So im Gebrauch: war einer der Ahndung würdig ,ein Gaudieb,
Ehebrecher, ein Mörder und sonst ein berüchtigterFrevler,
Wer er auch war, sie zeichneten ihn mit dem freie-sten Muth aus.
Diesen folgte Lucilius. Ganz nach ihnengebildet,
Aendert' er nur das Maas und die Zahl der Syl-ben; ein offner
Kopf, ein witziger Geist, nur hart und rauh in derVerskunst.
Denn sein Fehler war, in Einer Stunde der Verse
Ost zweihundert herzudictiren (als war' es einGroßes!)
Stehend auf Einem Bein. Es floß ihm — aberauch trübe.
Manches wünschte man weg; er schwatzt; er scheuetdes Schreibens
Mühe; des guten Schreibens: denn viel zu schrei-ben ist keine
Kunst. —
) Adrastea g. Stück.