I. Zur römischen Literatur. 43
Was uns im Sommer ein Fries, im Winter einlüstigts Landkleid,
Im Cismond die Tiber'zu schwimmen, im Augstder Kamin ist.
Freund, so lange das Glück mit gütigen Blickenuns an sieht,
Loben zu Rom wir Samos und Clu s und Rhodos— von Weitem.
Welche Stunde der Gott voll Glücks und Freu-de dir darbeut,
Nimm sie dankend und schieb' ihr Süßes nicht aufein Jahr hin,
Daß, wo immer du lebst, du gerne gelebt zuhaben
Sagen könnest: denn wenn Klugheit nur und Ver-nunft nur
Sorge verscheuchen, nicht ein Ort, der weit in dieSee schaut:
O so andern, die über das Meer hinlaufen, dasKlima
Zwar, doch nicht ihr Gemüth,
Wie fleißig sind wir im Nichtstbun!
Suchen zu Schiff' und Wagen das Wohlseyn.
Hier ist das Wohlseyn,
Hier zu Ulubra, Freund, wenns dir im Innernnur recht ist.