38 I. Zur römischen Literatur.
Unweis heiße der Weise und ungerecht der Gerechte,
Wenn er die Tugend selbst, das Ziel hinüber, zuweit treibt.
Geh nun und staune dir an, Prachtsilber,Bilder von altem
Marmor und Erz und Gemmen und glänzend-Lyri-sche Farben;
Freue dich, wenn Du sprichst, daß tausend Augendich anschaun;
Lauf' in das Forum früh, und kehr' am Abendspat heim,
Daß ja ein Mutus nicht durch Hcirath reicher anAcckern
Werd' als D u (unwürdig! er ist von schlechtererAbkunft!)
Und du müßtest zu ihm hinaufschaun, wie er zudir jetzt!
Manches unter dem Schutt jetzt Liegende brin-get die Zeit einst
Aus; und begrabt und verscharrt, was jetzo glan-zet. So gut auch
Dich des Agrippa Portjcus kennt und die AppischeStraße,
Wandern mußt du doch einst dahin, wo Ancus undNuma —
Wenn dir die Seite schmerzt, die Kolik dichquälet, so suchst du
Eilige Hülse. Wohlan! Du hast rechtschaffen zuleben