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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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36 I. Zur römischen Literatur.

Neider kehren sich ab, je mehr der Beneidetezunimmt;

Aecger als Neid ersann nie ein Sikulischer Wüth-rig

Größere Marter. So auch, wer seinem Zorne denZaum laßt,

Wünschen wird er, daß nicht geschehn sey, was erim Schmerz that,

Eilige Rache zu geben dem ungerächetcn Hasse.

Zorn ist ein kurzes Rasen; beherrsche deine Be-gierden ,

Oder sie herrschen; in Zügel lege sie und auch inKetten.

Bei noch zartem Nacken gewöhnt der Meisterzu folgen

Das gelehrige Roß dem Reiter. Der jüngere Jagd-hund

Dient in dem Walde, seit er im Hof' anbellte dieHirschhaut.

Also, Jüngling, auch du. Nit reiner Seele ge-horche

Jetzt dem lehrenden Wort und ergib dich immerdem Bessern.

Welchen Geruch das Gefäß zuerst ein saugte, denwird es lange behalten.

Du säumst nun oder eilest voran mir,

Säumend erwart' ich dich nicht; verfolg' auch nicht,wer voran eilt.

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