I. Zur römischen Literatur. 35
F a n g' an! Recht zu leben, wer eine Stundenur aufschicbt,
Wartet wie jener Bauer, bis daß der Fluß ab-fliess«;
Aber der Fluß fließt nimmcrbin ab, er fließet undfließet.
Um Geld kümmert man sich, auch seinenStamm zu erhalten
Um eine tüchtge Gemahlin; man rodet Wälder ZuAeck.rn —
Wer gnug hat, der lasse sich gnügen und wünschenicht -Mehr sich.
Haus und Hos und ein Geld- und ein Goldhaufnahm dem geplagten
Herrn sein Fieber nie; im Gemüth ihm nimmer dieSorge.
Wohl seyn muß ein Besitzer, wenn fein Zu-sammengebrachtes
Er Zu brauchen gedenkt. Wer unter Begierden undFurcht siecht,
Den beseliget so sein Haus und Besitz, wie denAugen-
KrankeN schöne Gemählde, den Podagristen die Bä-hung ,
Oder die Either Den, dem der Schmutz im Ohre zuSchmerz ward.
Ist das Gesäß nicht rein, so wird Essig, was manhineingießt. —
Wollust verachte; sie schadet, erkauft mitSchmerzen die Wollust.
Immer bedarf der Geizige; stell dem Wunschesein Ziel vor.