24 I. Zur römischen Literatur.
II.
Sermonen von Horaz.
Horaz, über sich selbst.
Erster Brief des ersten Buchs*).
Dem meine erste Kamöne sang, du, demmeine letzte
Singen soll, o Macen! den gnug gesehenen Fechter,
Dem man das Stäbchen der Ruh' längst reichte,ladest du den ein,
Daß er zum vorigen Spiel riickkchre? — Alter undDenkart
Sind in ihm dieselbe nicht mehr. Vejanius selbsthing
Langst die Waffen dem Herkules auf, und zog aufdas Land sich
Tief verborgen, damit er nicht noch auf der letztenArena
Uebcrwunden vom Volk sein Leben erbetteln muffe.
So schallt Mir, eine Stimm' ins reingcsauberteOhr oft:
„Spanne zu guter Zeit den Gaul ab! Sich, wieer altert!
*) Adrastea III. Stück. Diese und die folgenden ausHoraz übersetzten Stücke sind als Prose zu le-sen. Der Hexameter in ihnen ist kein Cavallerist,sondern ein Fußgänger, 8ermc>
(Anincrk. des Uebersetzers.)