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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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I. Zur römischen Literatur. ^7

Ob immer du dein Leben vertrauertest,

Ob du am Festtag fröhlicher hingestrecktAuf stille Rasen dich beseligst,

Mit dem Falerner von edler Herkunft.

Wo mit der Silberpappel die Pinie

Die hoben Zweige gattet zum SchattendachGasiwirthlich, durch gekrümmte UserZitternd die Nymphe zu fliehest weilet;

Dortbin lass Salben bringen, und Wein, und ach!

Der allzuschnell hinblübenden Rose Schmuck;

So lang es Glück und Zeit vergönnen,

Und das Grwede der Schicksalsschwesiern!

Bald mußt du lassen jeden erkauften Wald;

Dein Haus, die Villa, welche der Tiber nezt;Verlassen wirst du's, und der HaufenGoldes erfreuet sich dann der Erbe.

Sei reich, entsprossen Jnachus altem Stamm;

Sei darbend, und vom niedern Pöbel nurNackt an der Sonne liegend, immerWirst du des grausiimen Orkus Opfer;

Wohin wir alle müssen: die Urne wird

Gerüttelt jedem; früher und spater fallt

Heraus aus ihr das Loos, und sezt unsHin auf die Fähre zu cwger Barmung.

Herders Werk-z. sch. Lit.u. Kunst. Xi- B üöm.L-r.