I. Zur römischen Literatur. r5
Was euch dabinreißt? saget an!
Sie schweigen. Todtenblasse deckt ihr Angesicht,Und das betroffne Herz erstarrt.
Ja, ja, so ists. Ein schweres Schicksal liegt ausRom,
Des Brudermordes Missethat;
Als dieser Boden Remus unschuldvolles Blut,
Ein Fluch dem Enkel, in sich trank.
Auf den Sieg bei Actium.
B. I. Ode 37.
Jetzt trinkt, ihr Brüder, stampfet mit freiem FußAnjetzt den Boden! mit snliarischcnFestmahlen jede GöttertafelKöstlich zu schmücken, gebeut die Zeit uns.
Einst war es Frevel, Eäcubcr aus dem FaßDes*^Urahns holen, wahrend die KöniginDem Capitol wahnsinnigen Umsturz,
Und dem gewaltigen Reich sein Grabmahl ^
Mit ibrer Heerde schändlich Entmannetcr,
Zudachte: jeden Wahn sie zu fassen stolz,
Vom süßen Glück berauscht: die Wuth dochWich ihr allmahlig, da kaum den Flammen
Ein einzig Schiff entrann, und den Schwindel ihrVon Mareotschen Weinen in wahre Furcht