I. Jur römischen Literatur. n
Nur Zucht und Lehre nähren des muthigcn Stamms
Naturkraft, Uebung stablct des Hcldenbrust:
Laß Mannessitten finken, allesEdelerzeugtc verdirbt in Schande.
Viel dankst du, Rom, den Helden-Nerrnen ! das
Zeugt Strom Metaurus, zeuget schon AsdrubglGeschlagen, zeugt der schone Tag, einstLatiens Dunkel in Licht umwandelnd.
Der Erste war Er, lachend uns Sieg und Heil;
Als schon der Feind durch alles Italien,
Wie Flammen unter Spreu, wie EurusDurch die Sicilischcn Fluthen brauste:
Er kam, der Tag, und fürder in Glück und Kampf
Erwuchs Roms Heldenjugend! die Tempel all',Durch Punier verödet, sahenBilder der Götter emporgerichtet;
Bis jener tückische Hannibal so begann:
§,Wir, scheue Rehe, fressender Wölfe Raub,
„Wir suchen die, vor die zu bergen„Und zu entfliehen, schon reicher Sieg ist.
„Dies Volk, schon tapfer Ilions Brand' entflohn,
„Umbergeworfen Tuscischer Fluthen Raub,
„Bis Götter es und Söhn' und alte„Vater Ausoniens Städten einbarg:
„Wie dort im schwarzen Laube des Algidus
„Von schweren Beilen, Aestevcrwundct, steht