Druckschrift 
Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
Entstehung
Seite
8
Einzelbild herunterladen
 

8 I. Zur römischen Literatur..

Ihr, sausten Ratb verleihende, freuet euch

Des sanstverliehnen Rathes. Wir wissen all',

Wie einst die stürmenden TitanenUnter dem schmetternden Blitze sielen,

Des Gottes, der die rubende Erde, der

Des Meeres Stürm', und Lander und Hölle selbst,Beherrscht, und Sterbliche und GötterLenket am Zügel der Allregierung.

Nicht kleine Schrecken brachte den Himmlischen,

Auf ihre Arme trotzend, die Riesenbrut;

Giganten jauchzeten den schwarzenPcljon auf den Olymp zu thürmen.

Was aber mag Typhöus und Mimas Wuth,

Und was tollkühn der Droher Porphyrion,

Und Rhötus, und mit ausgerifinenEichen Enceladus, Himmelsstürmer,

Entgegen Pallas tönender Aegis? Hier

Zur Seite stand mit fressender Flammen WuthVulkanus, da die hohe Juno,

Hier, mit dem nimmer gesenkten Bogen,

Der, dem mit reinem Thaue Kastalias

Geweihter Quell die fliegenden Locken wascht,

In Lyciens Gebüschen herrlich,

Delius und Patarcus Apollo.

Macht, ohne Klugheit, stürzt unter eigner Last;

Der Rathgenahrten mäßigen Macht verlejhn