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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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Vorrede.

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und geben überhaupt einen tiefen Blick in die Sa-che selbst. Die Allegorie ist eine sehr eingeschränk-te Sprache und Schrift, und kann nur eine kleineAnzahl von Ideen, und diese selten bestimmt ge-nug, ausdrücken ; denn sie muß ein Bild aufnn-dcn, welches eine leicht wahrzunehmeude Achnlich-kcit mit der Idee hat. Dieser Falle aber sind we-nige; meistens ist die Ähnlichkeit zufällig, nurvon einer einzelnen Eigenschaft des Gegenstandesentlehnt, der dem Redenden oder Bildenden lebhaftgegenwärtig se»n kann, aber nicht eben so wohldem andern, dem das Bild vorgchalten wird. Ge-meiniglich muß die rechte Seite, von welcher dieDeutung zu Nehmen ist, erst durch den, der sieerfand, angegeben seyn; so entsteht eine Art vonSprachgebrauch: so kennen wir den Sinn des Lor-beeckranzes, des Epheus u. s. w.

Nur bleibt die Allegorie sich nicht immer iniGebrauch treu ; der spielende Witz überträgt sieauf verwandte Begriffe, oder mischt doch diese bei.In der Nemesis gicng das Spiel im Alterthumselbst von einer zur andern Anwendung fort; derBegriff verfeinerte sich immer mehr ; so fehlt end-lich die Leiter, auf welcher wir von einer Sprossezur andern steigen könnten. Allem Ansehen Nachlag der noch nicht gereinigte, grobe Begriff vomNeid der Gottheit gegen Sterbliche, denen ein garzu großes Glück zu Theil geworden ist, zum GruN-