XIV
Vorrede.
Alles dieses war Wohlthat für uns später le-bende, und natürliches Fortschreicen der Zeit, gut-thatige Wirkung zusammentreffcndcr Umstande; ei-nes folgte auf das andere. Vergeblich brüsten wiruns nun mit unfern reifcrn Einsichten; wir bat-ten sie nicht, wenn nicht andere, die uns den Wegsrcy gemacht haben, vorausgegangen waren; diesedankten wiederum ihrer Scits die erste Erweckungschlafender Kräfte dem ersten Stoß, der eine Fol-ge anderer gefällig zufammentreffcnder Umstandswar; derjenige, der über das, was er durch:, cthat, nachdenkt, wird sich leicht hievon überzeuge»können. Doch dieß gehört nicht hichcr.
Unter den mythologischen Gegenständen der Kunstlocken die sinnreichen sittlichen allego-rischen Vorstellungen der Alten jedengebildeten Geist vorzüglich an sich. Herders fei-nes Gefühl und lebendige Einbildung faßte eineder schönsten Ideen, die Nemesis, eine Zdee,die bis in seine späteste Schrift, die Adrastca, inihm fortlebte. Er hat sorgfältig gesammelt, waser davon auffand; manches haben andere nachihm gesammelt, gedeutet, bestritten und anders ge-deutet. Der vielfache Gebrauch, die vielfach abgc-andcrte Deutung, der Absprung und die Verschie-denheit in Beiwörtern und Attributen, machtenihm Mühe. Alle seine Deutungen zeugen von ei-ner: witzigsinnreichcn Eombination des Verschiedenen-