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Vorrede.
machen. Im Wandsbecker Boten waren in denJahrgängen i7?2 , 4, 5. acht Oden cingcrückt,aus welchen nur zwei, die an Calliope unddie auf Drusus, bcibchaltcn sind. Diese mirden übrigen nun zuerst gedruckten zeigen, wie Her-der den Geist von Horaz aufgefaßt hat, und wel-chen Gang er im Ucberfchen nehmen wollte; diskleinern Oden athmcn vorzüglich eine leichte Gra-zie. Hätte er späterhin, wie er Willens war, sichder weitern Ausführung seines Vorhabens widmenkönnen, so sieht man wohl, zu welcher Vollkom-menheit eine solche Ucbcrsetzung Horazischcr Odengelanget feyn würde.
In dem vorhin gedachten Zeitraum hatte Her-der auch die sechs Satyren von PersiuSübersetzt; er gab in der Adrastea (IV. Stück 1801.)die Erste Satyre mit Anmerkungen und mit sei-ner letzten Correktur, und versprach die übrigenfünf mit dem Ehrengcdachtniß von Persius nach zuliefern. Unter seinen Papieren hat sich aber nichtsweiter als die dritte und vierte Satyre vorgc-funden; diese fand man der Vollendung so nah,daß sie den Druck verdienten, und den Verlustder drei noch fehlenden desto mehr bedauern ließen.
Die Erweckung des Studiums deralten Kunst siel in die Zeit der Blüthe desHerdcrschen Geistes: kein Wunder, daß die Win-