Nachschrift des Herausgebers. 44 r
des Christenthums so entscheidend war, als über-haupt des Geistes und der Geschichte dieses merk-würdigen Volkes Epoche gemacht, und manchenwichtig scheinenden Zweifel und Vorwurf neuererZeiten gegen dieselbe und was darauf beruhet, aufsglücklichste gelöset hat *). Freilich hat auch diesesWerk selbst, wie manche andere Wecke des Genies,die in irgend einer Wissenschaft Balm brechen,manchen Mißverstand und Mißbrauch, erfahren : wo-zu nicht eben die schiefe Bcurtheilunq desselben ineinigen kritischen JournNlen der damaligen Zeit,die nun vergessen sind, sondern hauptsächlich daszu zahlen ist, daß einige Gelehrte, die (wie Herderselbst irgendwo sagt) „nichts als ihre Zeit kennenund überall finden wollen," eben die Grundsätzeüber die Genesis des individuellen israelitischen Na-tionalgcistcs, nach welchen der Verfasser göttliche(oder providenticlle) und menschliche Mitwirkungdabei so glücklich erklärt hat, in einem ganz andernSinne und dahin anzuwenden suchten, um aus derGeschichte dieses Volkes und seiner besondere! Bil-dung jede Spur des -fkrncm wegzuwischcn und dieindividuellsten Charakterzüge derselben in den Kreisunserer alltäglichen Erfahrungen herabzuziehen, kurz,jene schönen Höhen der Verwelk in gemeine Land-straßen abzuflachen, und den großen Zweck, den dieVorsehung mit diesem Volke für das ganze Men-schengeschlecht hatte, so sehr wie möglich einzuschrän-
Ich führe z. B. unter ander den 5ren Abschnittdes zweiten Lheiles an — gewiß einen der ge-lungensten des ganzen Werkes.