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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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437
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Nachschrift dcs Herausgebers. 4^7

Joseph, starb auch. Das Volk gerieth in Sklave-rei und gab beinahe die Hoffnung seiner eigenenErrettung, geschweige der Beglückung aller Natio-nen, auf. Moses errettete dasselbe, bildete es mitgroßer Mühe, erbeutete die Erstlinge des Landes,sah das Land und starb: seine beschwerliche Mühewar in einem kleinen Kreise gewesen. Er mußteeinige kleine Völker zerstören; durch ihn aber konntedie Welt nicht beglückt werden. Unvollkommen er-oberte Israel nach seinem Tode das Land, cs wurdelange Jahre bald von diesem, bald von jenem Ne-benvolke gedrückt und geangstigt, bis ein Löwe ausJuda aufstand und sich, gesättigt vom Raube dcrNationen, auf seinen eroberten Siegcsberg Zionniedcrlegte. Ein Stern aus Jakob trat hervor,ein Scepter in Israel erhob sich, der zerschmettertedie Häupter Moabs, eroberte Edom, zerstreute undverheerte Amalekircr, Kcnitcr und ihres Gleichen.So lange er lebte, durste den Löwen niemand auf-schreckcn, ob ihn gleich dieser und jener reizte. Aberer starb und sein königliches Gemüth war über dieZukunft seines Reichs in Sorge: da gab ihm Gottdie Verheißung, daß nicht nur sein Sohn auf demThrone sitzen und ein festeres Reich regieren sollte,sondern eine Reihe seiner Nachkommen feilten denScepter führen Dieser Ausspruch Gottes erhobsein Herz: er wird nicht nur in mchrern Psalmenals ein hohes Orakel der Zukunft über Land undKönigsstamm gefeiert; der sterbende König umwin-det sich mit diesem ewigen Lorbeerkranze noch imletzten Liede die.Schläfe *).

*) 2 Sam. a3, i. ff. s, oben im XI. Abschnitte.