derEbräischen Poesie. 4 33
ger halte bewirken können; und dessen Folgen sichbis in die Ewigkeit breiten. — Wir gehen jetzt demKönige dieses Reichs entgegen; und die schöne Aueder Propheten führet uns zu ihm.
Die künftige goldene Zeit,
eine Aussicht der Propheten*).
Ja, du blühst vor mir, du schöne AueDer Propheten! 0 wer giebt mir Flügel,
Ganz dich zu durchschweben! jeder BlütheBalsamrhau und süßen Keim zu kosten,
Mich zu wiegen auf der MorgenrosenBlättern, und auf ihr sanft einzuschlummern.
Goldne Zeit! erquickend schon im Bilde! —Wenn die Wüste blühe: wie der Karmel!
Lilien entsprießen aus der Dürre,
Stachelloft Rosen aus den Dornen,
Milch und Honig rinnt! — Des Menschen LebenUnd des Freundes Lipp' ist Milch und Honig.
Goldne Zeit! Ich seh den BauM aufsprießen,Der ein Lebensbaum wird allen Völkern!
*) Unter der Aufschrift: Hofsn ungen eines Se-hers vor dreitausend Jahren, findet sicheine andere, mehr umschreibende und den neurenBegriffen näher angepaßte, poetische Ausmahlungdieses Gegenstandes im ersten Bande der Ad ra-ste« S. Lh.3.
Herders Werke j. Rel. u. Lhcol. II. E e