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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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dacht war seine Stiftshütte, das Zelt des Gesetzge-bers unter ziehenden Zelten! Die Idee des Aller-heiligsten , mit seinem unzugangbaren Dunkel, mitder bloßen Gcsetztafel, die cs unter den Flügelndes .Symbols der Geheimnisse verwahrte, ist sosimpel-erhaben, daß nichts geändert, nichts hinzu-gethan werden kann, ohne daß sie entweihet underniedriget würde. Sein Heiliges hatte nichts, alsdie Schaubrode, das Symbol der ältesten Familien-opfer , die nur Gastmahle waren; hier stand daseinfachste Gastmahl vor den Augen des Jehovah.Und vor ihm brannte der siebenarmige Leuchter,sein Blick in alle Welt: und vor ihm duftete dergoldene Rauchaltar die süßen Opfer der Spezereien,Symbol der Gebete aus den frühesten Zeitenweiter enthielt sein eigentlicher Tempel nichts. Nurim Vorhofe floß das Blut der Entsündigung undder Lehnspflichten; und wie weise waren auch allediese nothdürfligen Gebrauche zum Wohle des Staa-tes cingcleitet! Wie genau bestimmt waren seineGesetze! und wie unermüdet besserte er daran! hieltüber sie und verließ, ohngeachtet aller Hindernisse,die auch den stärksten Mann ermüden könnten, nieden Plan seines Lebens. Er faßte noch zuletzt sei-nen Geist zusammen, wiederholte seine Anordnungund starb als Nomokralor, der sein Land kannteund seine Einrichtungen genau auf dasselbe bezogen. Wie weise war sein Zug! selbst das Meer machteihm Bahn, damit er an ihm sogleich eine Mauerhätte und das Volk nicht zurückkönnte. Endlichwelch ein Muth, welch ein Geist gehört dazu, ei-ne rebellische Menge von 600,000 in einer LÜtrcnWüste zu regieren, zu bilden, zu zahmen! Es