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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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Vom Geist

Psalmen vom gegenwärtigen Zustande sangen, da-mit schmückten die Propheten ihre Aussichten in diekünftige Zeit der Regierung Jchovahs. Da wirdder kleine Berg sich heben, sein kleiner Brunn einStrom lebendiger Wasser werden, der die dürreWüste tränket Es ist Thorhcit zu denken,daß die Propheten alles dies sinnlich gemeint ha-ben , als ob dkr Berg Zion plötzlich ein Riesenge-birgc, und alles Erz und Eisen des Tempels Sil-ber und Gold werden sollte. Sobald wir wissen :woher diese Farben sind? daß sie sie nicht selbst er-fanden und zur Lust dichteten, sondern in einer al-ten bekannten Sprache der Nationalwünsche undLieder ihre Gedanken schilderten, und ihre Hoffnun-gen entwarfen: so werden uns dergleichen zumLhcil sich selbst widersprechende fleischliche Auslegun-gen nicht in den Sinn kommen; und ihr Gegen-satz, die grübelnde Mystik wird uns noch entfernterbleiben. Wir werden sehen, wie sie als Männervon gesundem Verstände und als die Gottesweisenihrer Nation das tharen, was alle achte Weltwei-sen mit den Werken Gottes in der Natur thatcn.Sie bemerken sie, zergliedern sie, suchen ihre Ge-setze , den Gang und Zweck ihrer Einrichtung: sohielten jene am Bunde ihres ewig treuenGottes Jehovah, bemerkten seine Sprüche,entwickelten seine Worte, studicten alte Sitten undPersonen, wandten die Begebenheiten der Vorweltauf ihre Zeit an, und sahen in jener und dieserden Keim der entsprießenden Nachwelt. Der GeistIehooahs leitete sie: denn ihre Gesichte waren nichtTaumel, sondern ruhige Weissagungen , Gesetze undAussichten nach einer gegebenen höher» Ordnung.