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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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Vom Geist

3. Auch Zion und Jerusalem gingen solcher-gestalt aus Psalmen in die Propheten mit über.Die Residenz der glorreichsten Könige sollte der nochviel prächtigere Sitz des künftigen glorreicher» Kö-niges seyn, der eigentlich in Jehovahs Namen aufZion herrschte.

Geh auf, sey Licht! denn dein Licht kommt?)!Jehovahs Glanz geht,,auf, auf dir.

Sieh, Finsterniß bedeckt die Welt,

Die Nationen Dunkel!

Und über dir geht Gott Jehovah auf,

Sein Glanz ist über dir zu schaun.

Und alle Völker gehn zu deinem LichtUnd Könige zum Glanz, der dir aufgeht.

Erhebe deine Augen rings und sieh!

Sie sammlen alle sich, kommend zu dir.

Von fernher kommen deine Söhne!

Der Erden Rand erzog dir deine Töchter s).

Dann wirst du schau» und glänzen:

Es pocht und hebet sich dein Herz,

Wenn sich zu dir bas Meergetümmel wendet,

Wenn sich zu dir der Völker Reichthum naht.

Kameele - Karavanen decken dich,

Die Dromedare Midians und Epha,

Aus Saba kommen alle sie:

Sie bringen Gold und Weihrauch,

Preisend Jehovahs Ruhm.

r) Jes. 6c>.

a) zur Seite, d. i. dir fern, wie der Pa-

rallelismus zeigt.