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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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424
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Vom Geist

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scheu dem Fürsten und Hohepriester geth.'iltwer, sähe Zacharias die beiden Oelkindcr vor demThrone Jehovahs stehen u); jetzt ward also auch dieBeschreibung des Zemah, d. i. des Sprößlings ausdem Stamme David,'zwogestaltig; aber auch nachUmstanden der Zeit. Den Tempel des Herrn sollteer bauen wie Salomo; und in dem Tempel denSchmuck tragen, wie der Hohepriester. Auf demThrone Jehovahs sollte er herrschen, aber auch Prie-ster seyn auf seinem Throne, und Friede seyn zwi-ch en den beiden x). Maleachi endlich kehrt zur äl-testen Verfassung zurück, und bringt Moses undElias, die alten Boten Gottes, die den Bund ge-stiftet hatten, in ihrem reinigenden Flammengcistewieder. So kleidete sich die Weissagung jedesmalins Gewand der Zeiten; so lange Könige waren,blieb cs meistens bei der Königs-Verheißung, die'lener Psalm sang * *) :

Ich singe Jehovahs Gnaden auf ewge Zeiten hin,Von Geschlechts zu Geschlecht will ich mit meinemMunde

Verkündigen dein treues Wort:

Und sage: ewge Huld soll uns befestigt werden:So lange der Himmel währt, soll währen Gotte-Spruch :

Denn ich schloß einen Bund mit meinem Erlesenen,Ich schwur dem David, meinem Knecht:

u) gachar. st, ist.x) Zachar. 6, 12 . rZ.

*) Psalm 8g.