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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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der Ebräi scheu Poesie. 325

Matt Hab' ich mich geseufzct,

Die lange Nacht mein Bett mit Thräncn über-schwemmt.

Mein Lager floß von Lhränen.

Mein Auge dunkelt schon vor Gram;

ES blicket alt und matt auf alle meine DrängerHinweg von mir, ihr Bösewichter alle'.

Denn Gott erhört die Stimme meines Weinens,Jehovah hört mein klagendes Gebet,

Und nimmt cs an.

Beschämt, bestürzt muß, wer mein Feind ist, werden,Zurücks weichen, erröthen, in Einem Nu!

So unpassend das Lied als ein gemeines Bußgebetseyn möchte, so ausgezeichnet schön ist der Gangseiner Empfindung, als individuelles Lied Davidsbetrachtet. Der abgehärmte, alternde, kranke Kö-nig, der sein Unglück als Strafe Gottes fühlet,seuWt sich bis ans dunkle Todesthor hinab, undda ihm das WortFeinde" nur auf die Lippenkommt, fasset er Mukh und Hoffnung wieder.Da die meisten Psalmen eine ungekünstelte Dar-stellung individueller wahrer Situationen find: soist von ihnen für den lyrischen Gang einer Empfin-dungs-Ode oder Elegie noch viel zu lernen.

4. Auch in vielen Gefangen moralischen In-halts herrscht eine schöne Oekonomie der Lehre, wo-von ich den 14. 19. 32 . 3 g. 49. gr. io 3 . ri 5 .i 3 g. und sammtliche Lchrpsalmen Assaphs mitgroßer Hochachtung nenne. Im 19. Psalm habeneinige ein doppeltes Thema finden wollen; ich sehecs nicht. Von der großen allgemeinen HaushaltungGottes in der Natur, da Alles ihn preiset, Alles

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