der Ebräisthen Poesie.
poerde? welche Empfindung durch den Gesang herr-sche? welchen Gang sie halte? in welche Gesinnun-gen sie sich ausbreite? wie sie ansange, fortgeheUnd ende? Je einfacher Und andcingendcr dies demJünglinge gezeigt wird, ohne scholastische Kunstund ohne enthusiastische Warme: desto mehr wirdder Gesang in sein Herz übergehen, was in ihmschön ist, wird er ohne schreiendes Lob lieben, ori-ginale Gange der Leidenschaft werden sich ihm vonselbst eindrücken, und wenn ein Funke lyrischen Ge-fühls in ihm ist, wird ihn Jehovnh begeistern. Beiden ebraischen Liedern ist Einfalt der Entwicklungvor andern nölhig, da die wenigsten als Kunstwerkegemacht wurden, aber dafür als wahre Empfindun-gen aus einem erregten Herzen quollen. Hattenwir eine Ausgabe der Psalmen, wo David nur wieHora; behandelt wäre! wo fern von Easuistereiender Dichter als Dichter gezeigt, seine SchönheitNicht ins Ohr geschrieen, aber auch nicht mit Lap-pen einer fremden Sprache und Versart entstelltwürde. In der höhecn Kritik über die Poesie derEdraer sind wir noch Kinder: entweder würgen wiruns mit Lesarten, oder wir verschönern mit modi-schem Putz nucrer Sprachen.
Ich gehe die Psalmen durch, um einige Haupt-artcn ihrer lyrischen Weise zu bemerken. Vollkom-menes gebe ich hiermit nicht, und niemand wirdes erwarten, daß ich in wenigen Zügen einen Oce-an von a5o Liedern ausschöpfe.
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Man pflegt die Psalmen in hohe, mittlere und
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