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Vom Geist
Charaktere der Abentheurer und Helden. Probe an derErzählung von Simsen. Slegsg'esang der Deborah,mit Anmerkungen und einem Anhang begleitet.
wir im vorigen Abschnitte zwcen Segenssprü-che über Israel aus verschiedener Zeit und in ver-schiedenem Colorit betrachtet haben: so füge ich denstärksten, wie eine Siegeskcone, hinzu. Es sinddie Sprüche Bileams, da er das gelagerte Volksah. Nur da die Geschichte, die vorhergeht, sovielen Widersprüchen und Meinungen ausgesetzt.ist,wird es nöthig ftyn, sic in dem Lichte zu zeigen,das mir für Zeit und Ort das natürlichste dünkct.
Als Israel gegen Moab rückte und der Königdieses Volks sich, zum Widerstande zu schwach fühl-te: schickte crn) nach einem berühmten Weissager,der durch Verwünschungen thun sollte, was er selbstdurch Heereskraft nicht vermochte. — Der Umstandkann uns nicht sonderbar dünken, wenn wir dieDenkart alter und noch jetzt sinnlich roher Völkeraus Reisen und der Geschichte kennen. Sie haltenauf Verwünschungen und Segenssvcüchc ihrer Weis-sager viel: sie glauben, ihnen stehe Unglück bevor,wenn sie einen derselben erzürnt haben, sogar daßsic gewissen Worten und Figuren des Fluchs undSegens eine unwiderstehliche Kraft zuschreiben. DieGeschichte des Aberglaubens unter allen Nationen,selbst die klugen Griechen und Römer nicht ausge-nommen
») l^ Mos. 22, 1»