sich und alle Reifende sind über seinen wunderbarenAnblick einig. Abgesondert von allen Bergen liegter auf seiner schönen Flache allein da: vollkommenrund, als ob er durch die Hand der Kunst gebildetwäre. Er ist schwer zu ersteigen und also eine na-türliche Festung, wie er denn auch zu den Zeitender Römer gegen sie befestigt worden. Unten Stein,sodann bis an den Gipfel mit dickem Gebüsch, mitWeinstöcken, Ocl- und Fruchtbäumen bedeckt, wiewenn er mit einem grünen Kranz umschlungenwäre; und alle Gebüsche sind voll Gesanges derVögel. Er blickt weit umher und Jeremias sagtvon einem Helden: er wird hoch ein herzieh n,wie Thabor unter den Bergen. Sein Gip-fel ist eine runde Fläche, ein Stadium breit, zweiStadien lang — welch ein Platz für das heiligeZelt eines Bergvolks! Wie andre Naturscenen wür-den auf ihm besungen seyn, als dort beim kleinen,dürren Zion! Scenen, in denen die Fruchtbarkeitdes Landes, die Aussicht auf einträchtige, glücklichverbundene Stämme, aufs Meer und den See undden Jordan geschildert wären. Der Kison und dieKedumim, die von diesem Berge fließen, hättenprächtig gerauscht in diese Lieder, stakt jenes kleinenBrünnleius der Psalmen beim dürren Berge Zion.
Das war der Berg nach seiner natürlichen Ge-stalt , und wie erwählt war er nach seiner politi-schen Lage! Er lag zwischen zwei Stämmen, dienicht die ehrsüchtigsten, aber die fleißigsten, bcwerb,samsten waren, und deren keinem er auöschließcndzugehörte; vor allen andern waren diese zu Herber-gen der Nationalversammlung tüchtig. Von sei-