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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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Vom Geist

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Das Gesetz Gottes und Moses.

Eine jüdische Dichtung.

Der Feind alles Guten, Satan, erfuhr, daßGott der Erde ein Gesetz gegeben, darin alle Weis-heit des Himmels verborgen liege und das allenSatans-Dienst zerstören sollte auf Erden. Schnelleilte er also zur Erde:Erde, wo hast du das Ge-setz, das dir Gott gegeben?" Die Erde sprach:der Herr weiß seiner Weisheit Wege;ich kenne sie nicht." Er ging zum Meer,zum Abgrunde; das Meer und der Abgrund spra-chen : ,, sie i st nicht in m ir!" Er ging zumReich der Tobten und die Verlornen sprachen:wir hörten von fernher ihre Gerüchte."

Nachdem er die Welt durchzogen, und alleVölker, die ihm dienten, durchwandert, kam er indie arabische Wüste und sähe einen Mann mit glan-zendem Angesicht, Moses. Heuchlerisch trat er zuihm, als ein Engel des Lichts gekleidet, und schmei-chelte ihm und bot sich ihm an zum Schüler.Mann Gottes, sprach er, der du Jehovahs Weis-heit besitzest und allen Verstand der Elohim hastund alle Geheimnisse der Schöpfung in dein Gesetzverborgen"

Schweige, siel ihm Moses ins Wort mit ei-nem Anblick, der ihn sogleich in seine Satans-Ge-stalt zurücksetzte, schweige! Jehovahs ist das Gesetzund nicht das Meine: bei ihm ist Weisheit