Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
Entstehung
Seite
115
Einzelbild herunterladen
 

Drum buben abqenommen unsre LugeDurch deinen Urtheilssprnch l);

Wir schwätzen unsre Jahre hin,

Wie ein Gespräch-

Des Menschenlebens Lage sind siebzig Jahr,In seiner Starke / achzig Jahr/

Und all sein Umfang Müh und Schmerz,

Schnell fahrts vorüber; und wir sind hinweg.

Weiin der Namr Jehovah nichts als dir erhabnenExpositionen im Jesaias vom 40. Kapitel an her-vorgebracht hätte, müßte man nicht Moses Ändert-ken und Religion segnen?

Es ist keine Eigenschaft, keine VollkommenheitGottes, die nicht in Psalmen und Propheten densimpelsten/ kräftigsten Ausdruck fände, und meistenssind diese erhabenen Entwickelungen aus dem Na-men Jehovah gezogen, der in der That der Grundder ganzen natürlichen Theologie ist. ' Nie kann ichohne Rührung den Psalm jenes Bittenden lesen A),der wegen hohen Alters die Erfüllung seiner Wün-sche über Jerusalem und sein Volk Nicht zu erlebenglaubet. Er ersinkt mitten auf dem Wege der Ver-heißung; aber der Gott der Verheißung bleibt ja,und ein anderes Geschlecht wird sie erleben! dennGott ist Jehovah!

Meine Lage gehn wie ein Schatte nieder,

Wie ein Halmlei» Gras verdorre ich;

t) 1 Mos. 6 , 3 . oder der Schluß Gottes/ daß alleIsraeliten in der Wüste sterben sollten,s) Psalm 102.