der Ebr ätschen Poesie. 87
sich dem Auge Gottes widersetzten; die Verlassenen,die Gebundenen sind Israel, die er auf diesem Zugeaus der Knechtschaft führet und das reiche Kanaanfür sie im Sinn hat. Der andere Chor fangt an:der Zug selbst wird geschildert, ganz mit den-Wor-ten der Deborah: )
Gott, da du auszogstVor deinem Volk her,
Da du einhcrzogstIn Wüstenein;
Da bebete die Erde!
Die Himmel trofen vor Gottes Blick!
Der Sinai dort vor Gottes Blick,
Dem Gotte Israels.
Milden Regen ließest du nieder,
Dein lechzendes Erb' erquicktest du:
Auch in der Wüste könnt' dein Häuflein wohnen,Die du dem armen Volk bereitetestDurch deine Milde, Gott! —
(Auf den letzten Zug kommt der Dichter eben auchdurch die Beschreibung der Deborah. Sie mahlteden triefenden Himmel, den zerschmelzenden Sinai,um sich einen Uebcrgang zu den triefenden Wolkenzu machen, die den Kison und die Kcdumlm auf-geschwcllt, und ihr den Sieg verschafft hatten. Dersanfte Hirt wendet das heroische Bild vom triefen-den Himmel und Sinai um, daß die Wüste zumGarten, zur angenehmen Wohnung der Stammewerds. Diese ziehen also fort, und sogleich folgenKriege und Siege:
Kriegswort gab der Herr!
Botschafterinnen des Siegs ein großes Heer.