der Ebraisch'en Poesie. L5
Er muß also aus der alten Geschichte des Volks,aus seinen Triumphliedcrn seyn; und da gebenMoses, Dcborah s und so viele Psalmen die be-stimmteste Auskunft. Er ist wirklich der Name desKriegsgottes Israels; nur weil er in alteren Zeitenvon jenem Glanz auf Sinai, von Blitzen undDonnerwagen, ja selbst vom Kriegsheer mitstrciten-der Sterne ausging: so konnte seine Bedeutungsehr erweitert werden, bis er zuletzt, wie alle solchevielgebrauchte poetische Göttcrnamen, die ganzeFülle der Pracht und Schöne Gottes (stille» ) insich faßte. In den spatern Schriften der Prophe-ten kann er also nicht eigentlich mehr durch Kriegs-golt übersetzt werden, obgleich dies seine ursprüng-liche Bedeutung war: er ist ihnen ein Begriff allerHoheit und Würde: dem Gott Zebaoth dient allesim Himmel und auf der Erde. Dies ist der ein-heimische Ursprung des Namens; mit den Götzender Sabäer hatte er ursprünglich nichts zu schaffen.Wenn die Propheten auch Sterne als das HeerGottes schildern: so thun sie's weil seiner MajestätAlles voll ist. -Moses, Dcborah, David und diePsalmen sind die Stufen, auf denen sie zu ihremhohen Begriff stiegen. Lasset uns eine Probe sehen,wie David die Züge Gottes in der Wüste auf einenGegenstand anwendet, wo mans eben nicht erwar-ten sollte, den Einzug der Bundcslade auf denBerg Zion. Er geht die ganze Reise Gottes vonBerge zu Berge, von Siege zu Siege durch, undder Triumphgesang der Dcborah ist offenbar desLiedes Vorbild. Man könnte den Psalm'NIN''die Züge Gottes nennen, welchen Aus-druck auch Habakuk daraus brauchet.