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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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der Ebräi scheu Poesie.

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Ich weidete dich in der Wüstenei,

Da wurden sie auf ihrer Weide satt,

Sie wurden satt; und ihr Herz hob sich hochUnd sie vergaßen mein.

Die Bilder alle sind aus dem Liede Moses, so wieauch der Lieblings - Name des Erstgebornen aus sei-ner Geschichte. Daß Israel Gottes Kind, GottesErwählter unter allen Völkern sey, ist JefaiasLieblings --Name vom 42ten Kapitel bis zu desBuches Ende. Das Zärtlichste dieser Stellen ent-gehet uns, wenn wir nicht jene Ur- und Wundcr-geschichte des Volks im Sinne haben. Oft hat esmich gewundert, wie in Psalmen und Prophetenso viel Bilder von Meerestiescn, aus denen Gotterrettet, von Strömen, die er durchwaten heißt,Vorkommen, da Kanaan nicht unmittelbar ans Meergranzte; offenbar ists, daß die Bilder alle vom co-then Meer und vom Jordan her sind, durch dieGott sein Volk wunderbar führte: daher wurde dasBild ein gewöhnlicher Idiotismus. ,,Ec errettetemich: er zog mich aus großen Wassern" ist beiDavid das Sinnbild aller Gefahren, zu denen ersodann das Ungewitter und Gottes helfende Handaus den Wolken mahlet. Mich dünkt, die Ausle-ger thun nicht wohl, wenn sie diese Bilder immerauf einzelne Umstände seiner Lebensgeschichte deuten;es war ein angenommenes National - Bild der Er-rettung , der wunderbarsten Sicgsgeschichte. Auchstammen allen die Redartcn daher, in denen GottVölker für Israel giebt, Nationen für sie aufop-fcrt; wenn der Prophet sich erklärt, ists immerAegypten, das für Israel hingegeben wird, welche