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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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der Ebräischen Poesie.

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bedeute. In dieser, der ersten und eigentlichsten,Bedeutung kommt es in Mose und den Prophetenoft vor, ja das ganze Prophetenrecht Moses wadarauf gebauet. i) Einen Propheten würde Gotterwecken, der wie Moses im Namen Gottes sprä-che : Gott thue nichts, er offenbare denn sein Ge-heimniß den Propheten. A)

Offenbar schloß diese Bedeutung den Begriffdes Musikers und Dichrers nicht in sich. WederAbraham noch Aaron waren Dichter: von Samuels,Gads, Nathans, Ahia, Elias, Elisa Poesie weißman nichts, obgleich einige von diesen große Pro-pheten waren- die Orakelsprüchc, die sie gaben, wa-ren sehr deutliche Prose. Hingegen David, Salo-mo waren Dichter, aber keine Propheten. Das Bei-spiel dessen, der einen Saitenspicler kommen ließ,1)um, wie man sagt, die Gabe der Weissagung beisich zu erwecken, wird sehr gemißbrauchr. Ec ließihn kommen, seinen Zorn zu besänftigen, indem erkeines Ausspruches der Vernunft, viel weniger einesgöttlichen Ausspruches, mächtig war. Wenn zu Sa-muels und Davids Zeiten die Propheten Seher hies-sen, so werden sie deutlich damit von Spielleutenunterschieden: sie sahen verborgne Sachen, sie sahendie Zukunft: sie waren das, was wir nennenWeise."

i) Vergl. l». Mos. 12, 6. 5 Mos. r8, 15-20.

Kap. 3 g., 10.

k) Amos Z, 7- r Kön. 22, 22.2Z. Jer. 5, i 3 .u. f.

l) 2 Kön. 3, r5.